Echter MOLDAVIT

Die Geburt des Moldavit

Während die meisten Sternschnuppen in der Atmosphäre verglühen, kommt es gelegentlich zu Einschlägen von Großmeteoriten, auch in unserer Zeit wie im Jahre 1908 bei Thunguska in Nordsibirien. Bei solchen Aufprällen werden unglaubliche Energien (entsprechend mehreren Megatonnen TNT) freigesetzt. Vor 14,8 Mio Jahren ging ein noch viel größerer Meteorit mit einem mutmaßlichen Durchmesser von mehr als einem Kilometer nieder, an den der Krater Ries bei Nördlingen erinnert. Nach vorherrschender wissenschaftlicher Erkenntnis sind bei diesem Aufschlag die Moldavite entstanden.

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Bei sehr hohen Drücken und Temperaturen eines Meteoriteneinschlags verschmelzen die irdischen Oberflächengesteine und der Meteorit miteinander. So entstehen die glasigen Fasern ( Tektite - von gr. tekto = aufgeschmolzen), die wie heiße Lava im Zuge des Impaktes fortgeschleudert werden. Bei ihrem Flug durch die Erdatmosphäre bildet sich die äußere Form dieser Gesteinsgläser.

Bei dem Aufprall in der Nähe des heutigen Nördlingen in der Schwäbischen Alb wurden die tonhaltigen Sandsedimente der oberen Süßwasssermolasse aufgeschmolzen und als Gesteinsbrocken und -fetzen in Richtung Osten weggeschleudert. Sie trafen im Gebiet der Moldau (erstes Streufeld bei Budweis in Süd Böhmen) auf, wenige Steine flogen noch weiter bis nach Brünn (Süd Mähren), wo das zweite Streufeld liegt. Der "Glasmeteorit" erhielt von den Fundstellen an der Moldau seinen bekannten Namen "Moldavit".

Zusammensetzung und Erscheinung
Moldavit ist chemisch betrachtet ein grüngefärbtes Siliziumoxyd mit ca. 80% von SiO2 (Quarz). Der Rest der Zusammensetzung verteilt sich auf Aluminiumoxid (Al2O3), dem zweiwertigen Eisenoxid (FeO) und den Oxiden von Ca, Na und K. Durch den extrem niedrigen Wassergehalt unterscheidet sich der Moldavit von allen irdischen Gläsern. Die vielen, meist allerdings nur kleinen, Blaseneinschlüssen zeugen von einer schnellen Abkühlung der aufgeschmolzenen Glasfasern. Die Farbe schwankt in Grüntönen vonn hellgelbgrün bis zu dunkel-olivgrün und ist durch einen relativ hohen Anteil an MgO und FeO verursacht. Die Formen des Moldavits reflektieren oft die Bewegung durch die Erdatmosphäre. So werden gebogene Tropfen, flache Disken und seltene kugelige Aggregate gefunden. Häufiger sind die Steine als Splitter erhalten. An der Oberfläche sieht man oft die ursprünglichen Strukturen der aufgeschmolzenen Masse mit charakteristischen Schmelzlöchern und Rissen. Dieser primäre Aufbau ist aber in den meisten Fällen durch sekundär entstehende Struktur verdeckt. Durch die Ablösungen in oberen Sandschichten, wo der Moldavit gefunden wird, entstehen wunderschöne Blütenstrukturen, die nur für den Moldavit typisch sind. Die Härte des Moldavits bewegt sich zwischen 6,5 bis 6,9 auf der Mohs'schen Skala.
Die gefundenen Steine sind in der Regel klein und haben ein Gewicht zwischen 1 bis 20 Gramm. Funde über 50 Gramm sind sehr selten. Durchschnittliches Gewicht für die südböhmischen Moldavite beträgt 5 Gramm, für Moldavite aus Südmähren 11 Gramm. Der größte Stein kommt aus Slavice in Mähren und wiegt 265,5 Gramm. Es gibt zwei Wege wie man heutzutage die Moldavite finden und sammeln kann. Entweder sucht man nach starken Regenfällen im Frühjahr oder im Herbst am Acker, wenn die Felder zugänglich sind. Oder man gräbt in einigen wenigen Sandgruben nach Moldaviten. Das ist aber eine mühsame Arbeit, da auf einem Quadratmeter meist nur zwei oder drei Glassteine gefunden werden. Zu den bekanntesten Fundstellen zählen die Sandgruben bei Locenice, Vrabce und die Tongrube bei Besednice im ersten Streufeld bei Budweis.

Ein ganz besonderer Tektit
Von allen Tektiten lässt sich der Moldavit am Besten wie ein Edelstein verwenden. Er lässt sich schleifen, polieren und facettieren. Auf der Ausstellung "Diamanten heute" in Wien 1983 wurde dem schwedischen Juwelierdesigner der erste Preis für sein Moldavitcollier mit Diamanten verliehen - sicher nicht auf Grund der Diamanten... Sehr beliebt sind auch die Gesichtsgravuren, wo die natürliche Struktur erhalten bleibt.

In der Esoterik schreibt man dem Moldavit auch stärkende Kräfte zu.

Egal ob man an diese Kräfte glaubt oder nicht, so ist der Moldavit durch seine ungewöhnliche Entstehung, durch begrenzte Fundmöglichkeiten und nicht zuletzt durch seine Schönheit ein wertvoller Stein, der in einer richtigen Mineraliensammlung nicht fehlen darf.

Moldavit in den Medien Herbst 2016: Auch die beliebte slowenische TV Show Klebet ob kavi hat Moldavit für sich entdeckt und entdeckt und erfreut gerade sein Publikum mit Moldavitschmuck.

 


 

 

 

 

 
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